LA002 Das Begehren

Wer sich schon mal etwas sehnlichst gewünscht hat aber in dem Moment das Interesse daran verloren hat, in dem man es bekommen hat, der ist dem begegnet, was Lacan Das Begehren nennt.

Zum Nachlesen:

– Rolf Nemitz: Meine Metonymie des Begehrens. In: lacan-entziffern.de

– Rolf Nemitz: Anspruch und Begehren im oralen und analen Stadium. In: lacan-entziffern.de

– Dylan Evans: Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse, a.a.O., darin die Artikel „Begehren“ (S. 53–59) und „Anspruch“ (S. 46 f.)

– Jacques Lacan: Anspruch und Begehren im oralen und analen Stadium. In: Ders.: Das Seminar, Buch VIII (1960–1961). Die Übertragung. Textherstellung durch Jacques-Alain Miller. Übersetzt von Hans-Dieter Gondek. Passagen, Wien 2008, darin die Sitzung vom 15. März 1961 (S. 247–262)

2 Gedanken zu „LA002 Das Begehren

  1. Hallo,
    zunächst einmal möchte Ich danke sagen, dass Ihr euch die Zeit nehmt und Mühe gebt für diesen Podcast.
    Ich möchte die Frage, die Florentin stellt beantworten, weil ich selbst sehr Probleme hatte diesen Aspekt zu verstehen (und vielleicht immer noch nicht verstehe).
    Das Begehren wird durch die Sprache ausgelöst, weil diese die imaginäre Beziehung a-a‘ immer wieder zerstört und damit einen unaussprechlichen Mangel offenkundig macht. Man begehrt also das, von dem man denkt, das es einem fehlt um mit seinem spiegelbildlichen Objekt identisch zu sein. Gleichzeitig versucht man, das zu sein/zu haben, was dem Anderen fehlt um von ihm begehrt zu werden.

  2. Will man feststellen, was sein unbewußtes Begehren ist?
    Wie erklärt man den lacanschen Begriff Begehren mit dem Konzept von Liebe z.B. denn dabei geht ein Wunsch zur Erfüllung oder doch nicht? (weil wir nicht wissen, was der andere will, was wir wollen und umgekehrt?)
    Damit verbunden das Zitat unten und die Frage: Werden die Ansprüche im Imaginärem erstellt? Sind die Ansprüche immer „richtig“ bis dem Augenblick in dem sie in Erfüllung gehen, bis sie mit dem anderen Begehren/Wunsch ersetzt werden?
    „Schon bei der ersten Annäherung sehen wir, daß in der Dialektik von Auge und Blick nicht Koinzidenz herrscht, sondern zutiefst Trug ∫ leurre. Wenn ich in der Liebe einen Blick verlange, so ist es zutiefst unbefriedigend und ein immer schon Verfehltes, daß – Du mich nie da erblickst, wo ich Dich sehe. Umgekehrt ist das, was ich erblicke, nie das, was ich sehen will.“ (Grundbegriffe der Psychoanalyse, 1973)

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